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Bilder und Bericht vom Treffpunkt Börrstadt am 27.4.07 in Börrstadt !

Beim „Treffpunkt Börrstadt“ wurde den Besuchern ein rundum gelungenes Programm geboten!

Diese Bemerkung und viele ähnlich lautende konnte die Ortsbürgermeisterin Elsbeth Schmitz beim Treffpunkt Börrstadt am 27.4.07 entgegen nehmen. Darüber freute sie sich natürlich zusammen mit dem DTV, den vielen Helferinnen und Helfern und den Treffpunkt-Aktivisten im Ort.

Denn diese hatten sich natürlich darauf vorbereitet, dass an diesem Nachmittag innerhalb kurzer Zeit rund 100 Besucher informiert werden wollten.

Um 14.00 h ging es zunächst mit einem Umtrunk in der Pausenhalle los, den der Gemeindearbeiter gerichtet hatte. Anschließend begrüßte Frau Judith Schappert vom DTV die zahlreichen Gäste. Vielfach sind es schon Stammgäste, die seit Jahren an diesen Führungen in den verschiedensten Orten teilnehmen, und deshalb natürlich auch sehr kritisch und sachkundig das Angebot des jeweiligen Ortes verfolgen. Die Ortsbürgermeisterin hieß die Gäste danach in der Gemeinde willkommen und informierte über die Ortsgemeinde, ihre Struktur und Besonderheiten. Sie erläuterte den Status und die Funktion des Gemeindehauses, der früheren Börrstadter Schule, z.B. als Treffpunkt für die Jugend (Jugendraum), als Übungsraum für viele Vereine und Vereinigungen, aber auch als Sitz der Freiwilligen Feuerwehr Börrstadt, der Sparkasse Donnersberg und der Fahrschule Gumm. Sie erklärte, dass natürlich auch der Sitzungssaal der Ortsgemeinderates und das Büro der Bürgermeisterin sich in diesem Haus befindet.

Anschließend ging man zum Marktplatz, wo der Rechenmacherbrunnen und auch der Info-Stand aus Edelstahl als Unikate vorgestellt wurden, die von Bürgern der Ortsgemeinde geplant und kreativ umgesetzt wurden, nämlich von Karl-Heinz Schmitz und Eugen Windecker. Dass die Finanzierung von diesen Bauwerken ebenso wie die Hinweisschilder vom Dorfförderverein übernommen worden waren, wurde lobend herausgehoben. Auch die Sitzbank am Brunnen als Spende von der Frauengruppe Sonnenblume wurde erwähnt.

Der attraktiv gestaltete Marktplatz und die schöne neue Kreisstraße, deren 2. Teil erst im letzten Jahr eingeweiht worden war, wurden sehr bewundert.

Nur wenige Meter weiter war dann das nächste Ziel, die katholische Kirche St. Nikolaus. Herr Pfr. Broz und der Kirchenchor erwarteten schon die Gäste. Herr Pfr. Broz erläuterte den Bau des Gotteshaus von 1800 - 1803 und seine Besonderheiten, wie z.B. dass zum Bau auch noch Steine der alten Kirchen vom Friedhof und vom Hahnweilerhof benutzt worden waren, und dass Anfang des 20. Jahrhunderts eine Erweiterung um den Chor und die Sakristei erfolgten. Der Cäcilienverein unter der Leitung von Frau Melanie Rölle-Specht umrahmte die Worte des Pfarrers und die Besucher zeigten sich beeindruckt vom schönen melodischen Gesang des Chors. Zum Abschluss wurde gemeinsam und kraftvoll „Großer Gott wir loben dich“ gesungen, bevor sich dann die Besucherzahl in drei Gruppen unterteilte. Eine Gruppe ging mit dem 1. Beigeordneten Herrn Dr. Gerd Karch, während die weiteren Gruppen unter Führung von der Ortsbürgermeisterin und dem Gemeinderatsmitglied Frau Martina Marx-Schöneberger zunächst zum Reiterhof Demmerle gingen zur Besichtigung. Herr Engelbert Demmerle freute sich über das rege Interesse, das an seinen Stallungen und seiner Reiterhalle, seinem Turnier-Übungsplatz und seinen Koppeln gezeigt wurde. Insgesamt bis zu 60 Pferde können dort betreut und versorgt werden, was für die Eheleute Demmerle natürlich viel Arbeit bedeutet, auch wenn viele Pferdebesitzer täglich kommen und ihre Pferde selbst versorgen. Die automatische Berieselungsanlage in der Halle, die Herr Demmerle erst vor 2 Jahren installieren ließ, wurde vorgeführt und ihr Effekt wurde nur allzu deutlich.

Danach gingen die Gruppen auf unterschiedlichen Wegen zum nächsten Ziel, dem Rechenmacher Daniel Specht. Vorher wurde jedoch noch, quasi im Vorbeigehen, die protestantische Kirche, die auf dem Weg lag, besichtigt. Bei dem „letzten Original-Rechenmacher“ von Börrstadt wurde zunächst der Durst gestillt, der sich bei den heißen Tagestemperaturen eingestellt hatte. Die Konzentration klappte dann besser und die Gäste verfolgten den Werdegang eines Rechens, vom Abholzen des Stammes, dem Herstellen der Rechenzähne, bis zum Zusammenbau. Herr Daniel Specht, der früher auch auf vielen Dorfmärkten zuhause war und dort seine Rechen vorstellte, erkannte unter den Gästen viele Bekannte und die gegenseitige Freude darüber war natürlich sehr groß.

Herr Otto Werst war inzwischen mit seiner Kutsche vorgefahren und je nachdem, wo er fuhr, konnten „müde Gäste“ einsteigen, und sich zum nächsten Ziel kutschieren lassen. Dieses Angebot wurde gerne angenommen, allerdings konnten aufgrund der Vielzahl der Gäste nicht alle in diesen Genuss kommen. Für die Gruppe eins war die Gartenbahn das nächste Ziel. Dort warteten schon Herr Alfons Srowik und Herr Hans-Jürgen Leucht vom Gartenbahn-Verein auf die Besucher. Die Gartenbahn, das Lebenswerk von Herrn Karl-Heinz Jung, wurde als Bestandteil der Freizeitanlage Börrstadt den Gästen näher gebracht. Die detailgetreue Nachbildung der Lokomotiven im Maßstab 1: 5 und die Bauzeit von mindestens 2 Jahren löste Bewunderung aus. Auch die vielen Neuerungen, die von Mitgliedern des Gartenbahn-Vereins gestaltet wurden, wie z.B. der neue Lokschuppen, die Windmühle, die Modell-Häuser, der Tunnel u.a. wurde hervorgehoben. Den Interessierten wurde selbstverständlich auch mitgeteilt, dass ab 6. Mai die Gartenbahn alle 2 Wochen Sonntags von 14.00 h – 17.00 h fährt. Viele Besucher nahmen auch gerne das Angebot an, die Gartenbahn selbst einmal auszuprobieren und mitzufahren. Den letzten Punkt auf der Tour durch Börrstadt bildete dann der landwirtschaftliche Betrieb Karch. Zunächst erfrischten sich jedoch die Besucher bei einem Glas Wasser oder einem Schnaps, bevor sie sich den Betrieb und auch die Privatkapelle der Familie Karch betrachteten. Herr Dr. Gerd Karch berichtete, wieso in der Kapelle Jesus am Kreuz einmal ganz anders als üblich dargestellt ist, und dass in der Kapelle nicht nur gebetet wird, sondern dass auch gelegentlich Gottesdienste abgehalten werden.

Beim anschließenden Rundgang durch das Gehöft konnte man die erfolgreichste Kuh der Familie Karch sehen, die sogar schon im Fernsehen zu sehen war. Viele Besucher staunten, als sie hörten, dass diese Kuh bis zu 60 l Milch am Tag geben kann. Man hätte sicherlich noch mehr Fragen gehabt, auch als die kleinen Kälbchen in ihrem eigenen Stall begutachtet wurden, aber die Zeit drängte, denn um 17.00 h wollte man ja an der Gemeindehalle sein.

Der Landrat, Herr Winfried Werner, und der Verbandsbürgermeister, Herr Peter Schulz mit Gattin, waren auch schon eingetroffen. Nachdem die Ortsbürgermeisterin die amtlichen Gäste begrüßt hatte, übernahm zunächst Herr Schulz das Mikrofon. In seiner Ansprache wies er auf die vielen Aktivitäten der Ortsgemeinde hin und das Gemeinschaftsgefühl und das positive Miteinander in der Gemeinde. Herr Landrat Werner begrüßte viele der Anwesenden als „Stammgäste“, die regelmäßig an diesem Angebot des Kennenlernens von Ortsgemeinden teilnehmen und damit auch über ihre Orts-und Verbandsgemeinde-Grenzen hinweg Kontakte knüpfen und Interesse an Entwicklungen in anderen Orten bekunden. Den Anteil des Kreises an der Gestaltung der Ortsdurchfahrt, die ja eine Kreisstraße ist, hob er hervor, und dass der Kreis im Jahr 2008 die Hintergasse, als Kreisstraße, ebenfalls noch ausbauen wird.

Er bedankte sich anschließend persönlich bei allen Helferinnen und Helfern mit einem Präsent. Das Helferteam, das sowohl aus Mitgliedern des Gemeinderates und des Ausschusses für Jugend und Soziales, wie aus Mitgliedern der Frauengruppe Sonnenblume und aus freiwilligen Helferinnen bestand, hatte inzwischen das Essen vorbereitet und innerhalb von 5 Minuten hatten alle 100 Gäste ihr Essen. In gemütlicher Runde blieb man noch zusammen sitzen und beschloss diesen erlebnisreichen Nachmittag in der Gemeindehalle Börrstadt.

Gez. Elsbeth Schmitz

Ortsbürgermeisterin

Der Börrstadtder Rechenmacher Daniel Specht beim Treffpunkt Börrstadt am 27.4.07